Microsoft beschränkt Kundenrechte und nagt an Gebrauchtmarkt

Microsoft & Co. ziehen derzeit alle Register, um Kunden zum Umstieg in die Cloud zu bewegen. Mit ihren Mietmodellen binden sie Nutzer dauerhaft an sich und kassieren monatliche Gebühren. Viele Unternehmen und Behörden möchten aber lieber unabhängig bleiben und ihre Daten im eigenen Rechenzentrum behalten. Zumal die Cloud am Ende oft teurer werden kann als On-Premises-Software. Welche Lizenzmanagement-Trends sich aus der aktuellen Situation ableiten lassen, erklärt Andreas E. Thyen, Präsident des Verwaltungsrats der Lizenzdirekt AG.

1. Hybride Modelle setzen sich durch
Auch wenn die Cloud als Treiber der Digitalisierung gilt, wird sie On-Premises-Software nicht verdrängen. Vielmehr geht der Trend zu hybriden Betriebsmodellen, die die Vorteile beider Welten vereinen. Denn es gibt viele Gründe, auch weiterhin Software im eigenen Rechenzentrum zu betreiben. Laut einer aktuellen Studie von KPMG und Bitkom Research haben zum Beispiel 73 Prozent der deutschen Unternehmen Angst, dass es in der Cloud zu unbefugten Zugriffen auf ihre sensiblen Daten kommen könnte. 50 Prozent nutzen zudem aus regulatorischen Gründen keine Cloud Services. Auch in finanzieller Hinsicht will die Migration gut überlegt sein. Denn die Cloud ist über die Jahre hinweg gerechnet nicht unbedingt günstiger als On-Premises-Software. Während man Letztere nur einmal bezahlt, fallen im Mietmodell monatliche Gebühren an. Dazu kommen versteckte Kosten, weil das Management von Office 365 meist aufwändiger ist als gedacht.

2. Gebrauchte Lizenzen bleiben weiterhin beliebt
Bei Unternehmen, die sich für On-Premises-Software entscheiden, stehen gebrauchte Lizenzen nach wie vor hoch im Kurs. Immer mehr Kunden erkennen die Vorteile von Gebrauchtsoftware und nutzen sie, um ihre digitale Transformation voranzutreiben. Denn wer ein Office-Paket auf dem Sekundärmarkt kauft, spart im Vergleich zum Neupreis zwischen 20 und 50 Prozent – Kapital, das unmittelbar für Digitalisierungsprojekte zur Verfügung steht. Noch größere Ersparnisse sind möglich, wenn man sich für eine Vorgängerversionen entscheidet. Das ist aus vielerlei Gründen eine Überlegung wert. Zum einen reicht der Funktionsumfang von Office 2016 für das Alltagsgeschäft meist völlig aus. Kaum jemand braucht die neuesten Features tatsächlich. Zum anderen kann es zu Kompatibilitätsproblemen kommen, wenn spezifische Fachanwendungen eine bestimmte Office-Version voraussetzen. Wer gezielt eine ältere Programmversion benötigt, bekommt sie nur auf dem Sekundärmarkt. Denn neu verkaufen die Hersteller stets nur ihre aktuelle Software. Kunden müssen dann ein Office 2019 kaufen, das sie gar nicht brauchen, und downgraden – natürlich zum vollen Preis.

3. Die Cloud belebt den Gebrauchtsoftware-Markt
Auch Unternehmen, die sich für eine Migration in die Cloud entscheiden, profitieren von Gebrauchtsoftware. Denn mit dem Umstieg auf Office 365 werden On-Premises-Lizenzen frei. Clevere IT-Verantwortliche haben ihren Software-Bestand immer im Blick und verkaufen solche Lizenzen auf dem Sekundärmarkt. So setzen sie wieder Ressourcen frei, die in Innovations-Projekte einfließen können. Dabei empfiehlt es sich, mit einem fachkundigen, erfahrenen Händler wie Lizenzdirekt zusammenzuarbeiten.
Lizenzdirekt wickelt sowohl den An- als auch Verkauf von gebrauchten Lizenzen rechtssicher ab und übernimmt die volle Verantwortung für den Softwaretransfer. So müssen Sie sich nicht selbst mit komplexen Details auseinandersetzen und sind auf der sicheren Seite. Gerne beraten unsere Experten Sie auch, wie Sie mit Gebrauchtsoftware sparen können!